Wie… sieht eine Blutegel Behandlung aus?

Wie... und wo wird der Blutegel aufbewahrt?

In der Regel werden die Blutegel nach der Anlieferung in ein großes Wasserglas oder einen Krug gegeben und an einen ruhigen dunklen Ort in der Praxis abgestellt. So können sich die Tiere beruhigen. Ruhe ist sehr wichtig für die Blutegel, da die sehr empfindlich auf äußerer Umstände wie Transport, Luftdruckveränderungen und ähnliches reagieren. Werden Blutegel zu schnell im Anschluß an den Transport angesetzt, oder ist der Therapeut nervös oder ist das Wetter „gewittrig“, kann es sein, dass die Tiere nicht beißen.
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Wie.... wird der Blutegel angesetzt?

Bei der Behandlung wird der Egel möglichst ohne Stress und Hektik aus dem Glas geholt. Man nimmt dazu eine Pinzette. Dann wird der Blutegel auf die ausgewählte Stelle gesetzt und mit einem Likörglas oder dem Zylinder einer Spritze sanft auf dieser Stelle gehalten.

Der Biss eines Blutegels ist meist kaum zu spüren, er fühlt sich an wie ein kleiner, kurzer Piks mit einer Nadel. Danach kommt es manchmal vor, dass die Stelle in ihrer Umgebung für ein paar Minuten ein wenig brennt oder schmerzt. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass sich die Gefäße an dieser Stelle erweitern – vergleichbar dem Brennen in den Fingerspitzen, wenn man aus der Kälte in ein warmes Zimmer kommt, die Hände sich erwärmen und die Durchblutung plötzlich stark einsetzt.

Sollte der Blutegel nicht sofort beißen, kann die Haut mit warmen Kompression angewärmt oder durch einen kleinen Stich mit einer Blutentnahme-Lanzette ein Bluttropfen erzeugt werden. Es kann schon einmal etwas dauern, bis die Blutegel Therapie beginnt und der Patient sollte deshalb eine gewisse Wartezeit einplanen.
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Wie lange dauert eine Blutegelbehandlung?

Hat der Blutegel angebissen, so lässt man ihn 30 bis 90 Minuten saugen. Meist fallen die Blutegel jedoch nach 45 Minuten ganz von alleine ab. Danach beginnt die Wunde tropfenweise nachzubluten.
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Wie hoch ist der Blutverlust?

Der Blutegel nimmt in der Zeit des Saugens ca. 10 ml Blut und Lymphflüssigkeit auf. Auf die Nachblutungszeit entfallen noch einmal 40 ml.
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Wie ist es nach Beendigung der Behandlung?

Nachdem der Blutegel abgefallen oder abgenommen ist, wird eine stecknadelkopfkleine Bisstelle sichtbar, aus welcher tröpfchenweise Blut austritt. Dieses Nachbluten sollte nicht unterbrochen werden, da es mit zu dem komplexen Vorgang der Stauungsauflösung gehört. Darüberhinaus ist die Nachblutung im Grunde ein willkommener, natürlicher Aderlass dar, der reaktiv zu einer Blutauffrischung und Erneuerung führt. Das Nachbluten sollte auch aus einem anderen Grund nicht unterbrochen werden: das Nachbluten ist bereits ein biologischer Heilvorgang. Wird künstlich eingegriffen, ist das therapeutische Höchstmaß der Behandlung nicht mehr zu erreichen.
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Wie wird die Behandlung abgeschlossen?

Ist der Blutegel abgefallen oder abgenommen worden, wird die Ansatzstelle mit geeigneten Mitteln abgedeckt und zwar so, dass das Blut aufgesaugt, aber zugleich die Blutung nicht unterdrückt wird.
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